5 zukunftsträchtige Technologien

Dinge, die uns vor 20 Jahren wie ein Rätsel erschie­nen, sind nach den heu­ti­gen Maßstäben banal, all­täg­li­ch und selbst­ver­ständ­li­ch. Die Technologie ent­wi­ckelt sich in einer atem­be­rau­ben­den Geschwindigkeit. In den nächs­ten Jahrzehnten wird es eini­ge revo­lu­tio­nie­ren­de Durchbrüche geben, die das Leben ver­än­dern und noch wei­ter erleich­tern wer­den.

Wer träumt nicht davon, sich mit­hil­fe eines selbst­fah­ren­den Autos durch die Gegend kut­schie­ren zu las­sen, wäh­rend­des­sen man neben­bei in Ruhe Zeitung liest oder im Internet surft? Wie folgt 5 zukunfts­träch­ti­ge Technologien, die sich in der nähe­ren Zukunft durch­set­zen oder noch wei­ter ver­bes­sern wer­den.

5.Smart Glasses

Smart Glasses
© Glass Across the Country 28495 von Ted Eytan unter CC BY-SA 2.0

Smart Glasses (auf Deutsch etwa "Datenbrille") sind trag­ba­re Mini-Computer in Form einer Brille. Während frü­he­re Modelle in ihrer Funktionalität ein­ge­schränkt waren und ledig­li­ch Miniatur-Videomonitore waren, die an eine Videoquelle ange­schlos­sen wur­den, besit­zen die moder­nen Geräte erwei­ter­te Datenverarbeitungsfunktionen ähn­li­ch wie bei einem Smartphone oder Tablet und sind in der Lage, mobi­le Anwendungen aus­zu­füh­ren.

Mithilfe einer Erweiterung der Realitätswahrnehmung wer­den visu­el­le Informationen dar­ge­stellt. Mit der wohl bekann­tes­ten Datenbrille "Google Glass" ist es unter ande­rem mög­li­ch, sich navi­gie­ren zu las­sen, Videos und Fotos auf­zu­neh­men, mit­hil­fe von Kopfbewegungen mobi­le Games zu spie­len oder sich auch anvi­sier­te Schriftzüge über­set­zen zu las­sen.

4.3D-Drucker

3D-Drucker
© Makerbot Industries – Replicator 2 – 3D-prin­ter 07 von Creative Tools unter CC BY 2.0

Auch wenn 3D-Drucker schon vor über 30 Jahren erst­ma­lig ent­wor­fen wur­den und viel­sei­tig in der Produktion ein­ge­setzt wer­den, sind die­se noch lang nicht am Ende ihrer Fähigkeiten ange­kom­men. Neu ist, dass die­se Geräte ver­brau­cher­freund­li­che Preise errei­chen und durch inno­va­ti­ve Technik neue Dinge mög­li­ch machen.

In naher Zukunft sol­len sogar kom­plet­te Häuser inner­halb von weni­gen Tagen mit­hil­fe gigan­ti­scher 3D-Drucker erbaut wer­den, Bäume "gedruckt" wer­den, tie­ri­sche Lebensmittel durch das Drucken unter Verwendung von Zellmaterial, auch bekannt als Bio-Tinte, ersetzt wer­den und sogar – was wohl der größ­te Fortschritt wäre – gan­ze Organe erzeugt wer­den, bei­spiels­wei­se ein mensch­li­ches Herz.

3.Cloud Computing

Cloud Computing
© Julien Eichinger – Fotolia.com

Cloud Computing hat sich als trans­for­ma­ti­ve Innovation nicht nur für Privatpersonen, son­dern auch für Unternehmen her­aus­ge­stellt. Studien pro­ji­zie­ren, dass in den nächs­ten fünf bis zehn Jahren mehr als 50 % der gesam­ten Informationstechnologie in der Cloud, also an zen­tra­len, von über­all aus zugreif­ba­ren Speicherplätzen, statt­fin­den wird.

Cloud Computing ist eine idea­le Lösung, da die vir­tua­li­sier­te Hardware dem Nutzer mehr Flexibilität und Leistung zu einem gerin­ge­ren Preis bie­ten kann. Die Cloud-Technologie wird sich wei­ter zen­tra­li­sie­ren, ver­ein­fa­chen und noch siche­rer wer­den, um auch Unternehmen eine höhe­re Produktivität und effi­zi­en­te­re Nutzung der begrenz­ten Ressourcen zu ermög­li­chen.

2.Biometrie

Biometrie
© ra2 stu­dio – Fotolia.com

Biometrische Sicherheitsverfahren haben in den letz­ten Jahren an Bedeutung gewon­nen und bie­ten einen ent­schei­den­den Vorteil gegen­über ande­ren Methoden wie bei­spiels­wei­se Passwörter: Die bio­me­tri­schen Merkmale kön­nen nicht ver­lo­ren, ver­ges­sen oder unfrei­wil­lig an ande­re Personen wei­ter­ge­ge­ben wer­den, da sie eng mit der jewei­li­gen Person ver­bun­den sind.

Vor allem Fingerprint, Gesichtserkennung und Iriserkenung ent­spre­chen die­sen Merkmalen. Auch wenn es gera­de gegen die Verwendung eines Fingerabdruckscanners noch zahl­rei­che Kritik gibt, wer­den die­se bio­me­tri­schen Sicherheitsverfahren durch stän­di­ge Weiterentwicklung in der Zukunft eine wich­ti­ge Rolle im Alltagsleben spie­len.

1.Selbstfahrende Autos

Selbstfahrende Autos
© “Driving” the Google Self-Driving Car von Steve Jurvetson unter CC BY 2.0 (bear­bei­tet)

Bereits 2009 star­te­te Google sein Projekt mit den selbst­fah­ren­den Autos auf den Straßen Kaliforniens. Die Flotte umfasst mitt­ler­wei­le meh­re­re Toyota Prius, Audi TT's und Lexus Hybrid's. Die Autos sind mit etli­chen Sensoren aus­ge­stat­tet, die in Echtzeit 3D-Karten von der Umgebung der selbst­fah­ren­den Autos erstel­len. Die Software sor­tiert Informationen in vier Kategorien: Fahrende Fahrzeuge, Fußgänger, Radfahrer und sta­ti­sche Objekte wie Schilder, Bordsteinkanten und gepark­te Autos. 

Die Technik ist mitt­ler­wei­le sogar weit genug, um Handzeichen von Radfahrern zum Abbiegen zu erken­nen. Jüngst haben auch BMW und Audi ihre selbst­fah­ren­den Autos auf der Detroit Motor Show vor­ge­stellt. Es wer­den zwar noch etli­che Jahre ver­ge­hen ehe die­se auf den Markt kom­men, ab dann wird es aber vor allem weni­ger Unfälle und Staus geben.

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