Die 5 teuersten Freizeitpark-Attraktionen der Welt

Nein, es ist nicht etwa die Holzachterbahn im Heide Park in Soltau oder die Blue Fire im Europa-Park in Rust, die sich einen Namen als teuerste Freizeitpark-Attraktion der Welt machen kann. Vielmehr sind es die Freizeitparks in den USA, die ihren Millionen von Besuchern im Jahr Attraktionen der besonderen Art bieten möchten und auch dementsprechend viel Geld in die Erbauung solcher investieren.

Die meisten der hier gelisteten Freizeitpark-Attraktionen basieren auf bekannten Hollywood-Filmen oder sind das Ergebnis eines Sponsors, der seine Marke bei den Millionen von Besuchern noch bekannter machen möchte. Wie folgt die 5 teuersten Freizeitpark-Attraktionen der Welt..


5.Jurassic Park: The Ride – 80 Millionen Euro

Jurassic Park - The Ride
© Cali09 1752 von Paul Williams unter CC BY-ND 2.0

Im Zuge des immensen Erfolges des Steven Spielberg Films sahen sich die Verantwortlichen des Universal Studios Hollywood bei Los Angeles dazu gezwungen, aus dem Kassenschlager eine Attraktion in ihrem Freizeitpark zu machen. Die Fahrt in dem Gewässer kombiniert eine sanfte Wasserbahn-Tour mit dem Aufeinandertreffen riesiger, jedoch friedlicher Dinosaurier an Land.

Plötzlich jedoch weicht man vom Kurs ab und gerät in das „Environmental Systems Building“, in welchem die Lichter ausgefallen sind und Raptoren jeden Schritt verfolgen. Der einzige Ausweg vor dem schrecklichen Rachen eines 25 Meter großen T-Rex ist eine rasante Abfahrt durch völlige Dunkelheit. Mit rund 80 Millionen Euro Baukosten eine der teuersten Freizeitpark-Attraktionen der Welt.

4.Harry Potter and the Forbidden Journey – 110 Millionen Euro

Harry Potter and the Forbidden Journey
© WWHP-026 von Jeff Kern unter CC BY 2.0

Bei dieser Attraktion im Themenbereich The Wizarding World of Harry Potter im Universal Orlando Resort in Florida handelt es sich um einen Nachbau der Stadt Hogsmeade, eines der Handlungsorte der Harry-Potter-Romane, welche neben dem Eberkopf (einem verrufenen Lokal), Die Drei Besen (Gasthaus) und Olivander (Geschäft für Zauberstäbe, eigentlich im Handlungsort London) natürlich auch Hogwarts beheimatet.

Die Erkundung der Attraktion führt die Besucher durch die Zauberwelt, über Hogwarts selbst, durch ein Quidditch-Spiel und vorbei an verschiedenen Tieren wie Drachen, Riesen-Spinnen, Dementoren und sogar der Peitschenden Weide. Der technische Aspekt der Fahrt ist der Hauptgrund für die hohen Kosten. Die Sitze sind auf einem Industrieroboter befestigt, welcher eine freie Bewegung um drei Rotationsachsen ermöglicht.

3.Radiator Springs Racers  – 147 Millionen Euro

Radiator Springs Racers
© Radiator Springs Racers von HarshLight unter CC BY 2.0

Disney California Adventure Park, der zweite Park des Disneyland Resort in der Nähe von Los Angeles, eröffnete im Jahr 2001 seine Pforten und sorgte in der Anfangszeit für eine allgemeine Entäuschung. Der Park wurde schlecht geplant und bestand aus zahlreichen fragwürdigen Attraktionen, für die Disney-Fans keine Begeisterung aufbringen konnten und die Besucherzahlen lagen folglich weit unter den Erwartungen.

So kam es 2007 zu einer umfangreichen Erweiterung und Neugestaltung des Freizeitparks mit Kosten von 1,1 Milliarde Dollar – fast doppelt so viel wie die ursprünglichen Parkkosten. Als eine der Attraktionen kam auch Radiator Springs Racers hinzu, welche thematisch an die fiktionale Welt des Animationsfilmes Cars angelehnt ist und besonders für die kleineren Besucher ein Highlight ist. Heute zählt das Disneyland Resort zu den meistbesuchten Freizeitparks der Welt.

2.Twilight Zone Tower of Terror – 180 Millionen Euro

Twilight Zone Tower of Terror
© Twilight Zone Tower of Terror von Loren Javier unter CC BY-ND 2.0

Die Originalversion dieser mechanisch höchst anspruchsvollen Freizeitpark-Attraktion steht in den Hollywood-Studios in Florida. Als diese eröffnet wurde waren bereits Pläne für eine überarbeitete Version dieser Attraktion in Planung, die im Walt Disney Studios Park im Disneyland Paris als Hauptattraktion zur Eröffnung 2002 entstehen sollte. Durch Etatkürzungen und die Anordnung in der frühen Bauphase, dass das Gebäude bei dieser Höhe nicht aus massivem Beton, sondern einem Stahlrahmen bestehen muss, trat das Projekt jedoch vorerst in den Hintergrund und so eröffnete der Walt Disney Studios Park ohne eine wirkliche Hauptattraktion.

Durch umfassende Sanierungsarbeiten eröffnete der Tower of Terror im Disneyland Paris fünf Jahre später im Dezember 2007 und ist seitdem die wohl beliebteste Attraktion in einem Disney-Park. Als Besucher wird man Teil einer Handlung der in den 50er- und 60er Jahren in den USA ausgestrahlten Fernsehserie, nach welcher in der Halloween-Nacht des Jahres 1939 eine Gruppe von Filmstars in dem seit über sieben Jahrzehnten leerstehenden Hotel verschwindet – nicht nur eine der spektakulärsten, sondern auch eine teuersten Freizeitpark-Attraktionen der Welt.

1.Test Track – 220 Millionen Euro

Test Track
© Orlando_May-2010-8104 von Rob Bixby unter CC BY 2.0

Bei Test Track im Walt Disney World Resort in Florida handelt es sich um eine der wohl größten und vor allem für Kinder aufregendsten Freizeitpark-Attraktionen aller Zeiten. Die Besucher durchfahren als Testfahrer von General Motors Chevrolet (seit 2012, zuvor General Motors als ein Ganzes) eine größtenteils überdachte, nachgestellte Konstruktionshalle, in welcher verschiedene Testsituationen dargestellt sind. Zu Beginn gilt es ein Auto für das Chevrolet Design Center zu designen, welches daraufhin auf der Teststrecke auf seine Tauglichkeit getestet wird. Zu den verschiedenen Testsituationen zählen unter anderem ein Test auf Leistungsfähigkeit, Effizienz, Reaktionsfähigkeit und Antriebskraft.

Auch wenn es sich um keine Achterbahn im eigentlichen Sinne handelt, wird im Zuge des letzten Tests das Fahrzeug auf der Außenfläche auf über 100 km/h beschleunigt. Nun fragt man sich wieso eine Freizeitpark-Attraktion 220 Millionen Euro kosten kann. Die Frage ist jedoch einfach beantwortet. Zum Zeitpunkt der Planungen und der Konstruktion in den späten 90er Jahren kam es wegen der bevorstehenden Bewältigung der Besuchermassen zu einigen technischen Problemen, da die Computer zu dieser Zeit nur sechs Autos gleichzeitig auf der Strecke bewältigen konnten. So verstrichen einige Jahre mit der Installation und Programmierung einer Vielzahl von Computern, um alle 29 Autos gleichzeitg behandeln zu können. Dementsprechend stiegen auch die Baukosten auf ein Maximum – die teuerste Freizeitpark-Attraktion der Welt.

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