Vermögen von Kim Jong-un

Geschätztes Vermögen: 4,1 Milliarden Euro

Kim Jong-un's Vermögen
Kim Jong Un von Zennie Abraham unter CC BY-ND 2.0

Mit gerade einmal 28 Jahren trat er sein Amt als oberster Führer von Nordkorea an und ist damit das jüngste Staatsoberhaupt – im Gegenzug gilt Kim Jong-un allerdings als einer der grausamsten Diktatoren weltweit.  Allein die Zeitrechnung, die auf dem Geburtsdatum von Kim Il-Sung am 15. April 1912 basiert (womit es in Nordkorea nun das Jahr 103 ist) zeigt, wie abgeschnitten das Land vom Rest der Welt ist. Kim Jong-un hingegen gibt sich als junger, glücksbringender und dynamischer Anführer für sein Volk, was nicht zuletzt seiner Frisur geschuldet ist, welche in Nordkorea als der stilvollste Haarschnitt gilt.

Vermögen von Kim Jong-un

Eine südkoreanisch-amerikanische Nachforschung will ergeben haben, dass das Kim Jong-un Vermögen unglaubliche 5 Milliarden Dollar beträgt. Die Vermögenswerte sollen von mehr als 200 ausländischen Bankkonten aus der ganzen Welt stammen, darunter Länder wie Österreich, Singapur, Liechtenstein, Russland, Schweiz und Luxemburg. Ein Großteil dieser Konten soll sich jedoch in China befinden und Berichten zufolge mit mehren hundert Millionen Dollar gefüllt sein. Insider unterstellen schon seit geraumer Zeit die Herstellung von illegalen Drogen, die Geldfälschung von US-Noten und Zigaretten. Die Einnahmen aus kriminellen Aktivitäten werden mit 500 Millionen Dollar pro Jahr beziffert.


Regelmäßige Stromausfälle zwingen Oberleitungsbusse zum Stillstand, private Autos gibt es kaum
Regelmäßige Stromausfälle zwingen Oberleitungsbusse zum Stillstand, private Autos gibt es kaum (Attila JANDI/Shutterstock.com)

Während mehr als die Hälfte der Bevölkerung in extremer Armut lebt, ergeht sich Kim Jong-un in demselben verschwenderischen Lifestyle wie einst sein Vater. Er lässt weiterhin private Anwesen erbauen, hat eine Vorliebe für teure Saunen, die dabei helfen sollen Katerstimmung und Müdigkeit zu bekämpfen, ist im Besitz von mehreren Yachten im Wert von rund 10 Millionen Dollar und Luxus-Uhren im Wert von 90.000 Dollar und auch seine Frau stattet er mit Dior-Handtaschen im Wert von mehreren Tausend Euro aus.

Gesamtausgaben für Luxusgüter wie Autos, Yachten, Helikopter und Cognacs am Tag: 2 Millionen Dollar

Sollte dann einmal nicht mehr genügend Geld in der Staatskasse vorhanden sein, so ordnet Kim Jong-un einfach den Verkauf von Goldreserven an. Durch den Verkauf von zwei Tonnen Gold an China soll Nordkorea rund 100 Millionen Dollar erhalten haben. Den nordkoreanischen Minen wird pro Jahr schätzungsweise ein bis zwei Tonnen Gold abgetrotzt, wobei drei Provinzen über ein Goldvorkommen von bis zu 2.000 Tonnen verfügen sollen. Der durch die Wirtschaftskrise bedingte Verkauf der Goldreserven kommt allerdings keineswegs der eigenen Bevölkerung zugute, sondern dient lediglich den verschwenderischen Vorhaben des Staatsoberhauptes.

So ließ Kim Jong-un im Jahr 2013 ein Skiresort mit 110 Pistenkilometer errichten, das den Tourismus ankurbeln und Wintersportbegeisterte aus dem Ausland anlocken soll, in erster Linie allerdings zur politischen Propaganda dient. Laut Aussage des inländischen Skiverbandes können gerade einmal 5.000 Nordkoreaner Ski fahren. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich dabei auf bis zu 50 Millionen Dollar.

Kim Jong-un’s Hauptresidenz

Etwa 12 km vom Kim-Il-sung-Platz in Pjöngjang entfernt befindet sich die 8 bis 11 km² große Ryongsong Residence, die ursprünglich im Jahre 1983 von Kim Il-sung errichtet wurde und über künstliche Seen, einen privaten Bahnhof (persönliches U-Bahn-System mit Verbindung nach Pjöngjang), einen Basketballplatz, Swimmingpools, Saunen, eine Rennstrecke, einen Schießstand und mehrere unterirdische, großflächige Anlagen verfügt.

Beschützt wird die Hauptresidenz des nordkoreanischen Diktators von etlichen Wachstationen, Flakartillerie und einigen Vermutungen zufolge auch von Minenfeldern. Bereits sein Vater, Kim Jong-il, soll zwischen 17 verschiedenen Palästen und Residenzen in ganz Nordkorea gependelt sein. Kim Jong-un dürfte mit seinem verschwenderischen Lebensstil etwa gleichauf liegen.

Kim Jong-un’s Privatjet

Kim Jong-un ist im Besitz einer Iljuschin Il-62, welches in seiner Blütezeit der 60er-Jahre eines der größten kommerziellen Verkehrsflugzeuge war. Ein von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA Anfang 2015 veröffentlichtes Foto zeigt den nordkoreanischen Staatschef mit seinem Armeechef in kunstvoll abgenähten Ledersesseln an einem polierten Holztisch sitzend.

Ausländische Luxusgüter

Pjöngjangs Straßen sind voll von Audis, BMWs und Hummer, obwohl es nicht einmal Ampeln gibt. Kim Jong-un’s Frau Ri Sol-ju trägt westliche Designer-Kleidung, während der nordkoreanische Staatschef die Webcam auf dem Apple-Computer verwendet, um sich mit seinen militärischen Befehlshabern in Verbindung zu setzen. Kim Jong-un soll zudem ein großer Fan von Mercedes-Nobel-Limousinen sein, obwohl das Stuttgarter Unternehmen bereits vor fast 20 Jahren sämtliche Handelsbeziehungen mit Nordkorea abbrach. Doch wie gelangen all diese Luxusgüter in das abgeschottete Land, obwohl das 2006 von den Vereinten Nationen verhängte Handelsembargo 2009 noch einmal verschärft und ein Verbot für die Lieferung von Luxusartikeln erteilt wurde?

Die Antwort ist einfach: Mit gefälschten Dokumenten und Bestechung. Das Problem ist allerdings auch die Auslegungsweise der verschiedenen Länder. So schließt Australien alles ein, was unter Kleidung, Leder und Pelz fällt, während die Europäische Union die Lieferung von hochwertigen Schals, Schuhen, Accessoires, Reitkleidung, Handtaschen und ähnlichem verbietet. Kanada untersagt es seinen inländischen Unternehmen, Designer-Kleidung und Pelze mit Nordkorea zu handeln, während Russland und China so ziemlich alles ausliefern, was man sich unter Luxusgütern vorstellen kann.

Im Jahr 2012 entdeckten die Inspektoren zwölf Verstöße gegen das Handelsembargo in Japan, darunter eine Lieferung von 698 gebrauchten Notebooks, 22 gebrauchten Tastaturen und 673 Kosmetik-Artikeln. All diese Waren fanden ihren Weg aus Japan über Südkorea und China nach Nordkorea und das nur, weil China die meisten dieser Waren nicht als Luxusgüter ansieht.

5 interessante Fakten über Kim Jong-un:

  • Er wuchs in der Schweiz unter einem falschen Namen auf
  • Er ist ein großer Basketball-Fan
  • Er soll sich bereits zahlreichen Schönheitsoperationen unterzogen haben
  • Sein Lieblingslied in seiner Kindheit war „Brother Louie“ von Modern Talking
  • Er liebt Nike-Sneaker

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