Vermögen von Kollegah

Geschätztes Vermögen: 3 Millionen Euro

Kollegah Vermögen
Der Boss – Kollegah von Deutscher Webvideopreis unter CC BY 2.0

Nicht mehr nur in der Rap-Szene bekannt, gilt der Rapper Kollegah mittlerweile auch als echter Chartstürmer. Sein aktuelles Album King erreichte bereits 24 Stunden nach dem Release Gold-Status und sicherte ihm mit 161.976 verkauften Platten in der ersten Verkaufswoche einen neuen Rekord – Deutschrap übergreifend die erfolgreichste Woche seit über fünf Jahren. Auch wenn er sich inhaltlich mit nahezu denselben Themen auseinandersetzt, die auch andere deutsche Rapper aufgreifen, so sind es umso mehr auch sein intensiv betriebenes Marketing und seine Unterhaltungskünste, die ihn zu seinem Erfolg verhelfen.

Kollegahs Einnahmequellen

1.CD-Verkauf: Kollegah steht bei dem Independent-Label Selfmade Records unter Vertrag (im Dezember 2015 dann bereits seit zehn Jahren). Durch seinen großen Erfolg wäre es ihm mit Sicherheit möglich zu einem Major-Label zu wechseln, das ihm zwar deutlich weniger pro verkaufter CD zahlen würde, jedoch in der Lage ist eine viel intensivere Promotion zu betreiben. Er würde zudem Vorschüsse erhalten und hätte ein höheres Budget für die Album-Produktion (es ist jedoch so, dass durch den Einstieg vom Major-Label Universal Music Anfang 2014 Selfmade Records und damit auch Kollegah natürlich viel mehr Möglichkeiten hat, aber dennoch seinen eigenen Weg gehen kann).


Mal abgesehen von dem Fakt, dass Kollegah bedeutend an der Entwicklung von Selfmade Records beteiligt war und er bei einem Major-Label bei Weitem nicht die Entscheidungsfreiheit hätte, die er im jetzigen Status genießt, so würde sein Anteil an einer verkauften CD bei nur wenigen Prozent liegen (bei einem Album unter einem Euro).

Offizielle Verkaufszahlen lassen sich in den frei verfügbaren Medien nicht finden. Es lässt sich jedoch schätzen, dass sein erstes Soloalbum Alphagene um die 15.000 – 20.000 mal verkauft wurde, wohingegen sein Erfolgstape King bislang ganze 200.000 Verkäufe aufweist. Die Verkaufszahlen seiner zuvor erschienenen Alben liegen irgendwo dazwischen, Bossaura soll sich über 40.000 mal verkauft haben.

Nehmen wir uns einfach mal King als Beispiel: Unterstellen wir Kollegah, dass er drei Euro pro verkauftem Album erhält. Damit würde er allein durch King bei ganzen 600.000 Euro Einnahmen liegen. Rechnet man nun noch seine ganzen zuvor erschienenen Soloalben, Mixtapes und Singleauskopplungen mit ein, so lässt sich dieser Beitrag sicher noch einmal verdoppeln.

2.Merchandising: Kollegah betreibt intensives Merchandising, was seine Fans auch dankend annehmen. Dies geht von sämtlicher Bekleidung wie T-Shirts und Hoodies bis hin zum „Bosshaft-Schmuck“, also etwa Edelstahl-Ketten mit Patronenhülsen als Anhänger.

Kollegah hat sich im Laufe der Jahre seine eigene Brand aufgebaut. Entscheidung dafür war/ist auch sein „Körperkult“. Man könnte fast sagen, dass er damit eine Welle der Begeisterung für den Fitnesssport bei Jugendlichen ausgelöst hat. Tanktop-Aufdrucke wie „Stiernackenkommando Langhantel“ oder „Vom Salat schrumpft der Bizeps“ spiegeln diesen Trend wider, zeugen allerdings auch von gesunder Selbstironie.

Die Preise für seine herausgegebenen T-Shirts, Tanktops und Hoodies liegen überwiegend bei 24 Euro. Ein solches lässt sich mit Aufdruck in der Masse sicherlich für 5 Euro produzieren, was eine hohe Gewinnspanne ergibt. Abzüglich sämtlichem Verwaltungsaufwand bleiben hier Kollegah geschätzte 7–8 Euro. Ein sehr lukratives, dankend anzunehmendes Geschäftsfeld also.


Hinzu kommt übrigens noch sein eigenes Fitnessprogramm namens „Bosstransformation“. Ohne den Inhalt und den Erfolg in Frage stellen zu wollen: Was Kollegah im Zuge dieses Programmes verrät sind natürlich keine neuheitlichen und besonders erfolgsversprechenden Trainingsmethoden, sondern einfach gutes Marketing. Geheimnis dieses Fitnessprogramms ist eine strickte Ernährungsumstellung und ein intensives, zyklisches Training der verschiedenen Muskelpartien.

Da Kollegah hier seine eigene Reputation zur Verfügung stellt, um dieses rund 200 € teure, mit Ernährungs- und Fitnessexperten erstellte Programm publik zu machen, dürften seine anteiligen Einnahmen nicht gerade gering ausfallen.

3.Konzerte: Im Rahmen der „King“-Tour hat Kollegah 21 verschiedene Locations in Deutschland, Österreich und der Schweiz abgegrast. Es füllten jeweils mehrere Tausend Besucher die Hallen, so in Köln beispielsweise 4.000 Menschen das Palladium. Gehen wir einfach mal davon aus, dass Kollegah im Mittel 15.000 Euro pro Konzert erhält, so kommen wir auf einen Gesamtertrag von über 300.000 Euro.

Er hat natürlich auch schon vorher getourt, als er noch nicht über diese Reichweite verfügte. Da er zu Beginn seiner Rap-Karriere (damals noch unter dem Pseudonym T.O.N.I) im Jahr 2003 bereits seinen Job als Übersetzer an den Nagel hängte, scheinen diese Einnahmen mehr als ausreichend für die Deckung seines Lebensunterhaltes gewesen sein.

4.Youtube: Kollegah erstellte Ende 2013 seinen eigenen Youtube-Kanal. Bei den Einnahmen ergeben sich je Kanal deutliche Abweichungen, abhängig von der Thematik der Videos, den Aktionen der Besucher, die auf die Werbung geklickt haben und weiteren Bedingungen. Es lässt sich jedoch davon ausgehen, dass im Schnitt 1 Euro pro 1000 Klicks erzielt wird.

Hochgerechnet hat Kollegah mit all seinen Videos bislang um die 70 Millionen Klicks erzielt (Stand. 25.03.2015). Das bedeutet also, dass Kollegah mit seinem Youtube-Channel bereits an die 70.000 Euro hat einnehmen können.

Sein Gesamtvermögen kann gut und gerne bei 3 Millionen Euro liegen. Auch wenn im Jahr 2015 keine eigene Tour ansteht, so sprach er bereits verdeckt über anstehende Pläne für das laufende Jahr. „Nächstes Jahr kommt auch wieder was krasses von mir. Da will ich noch nicht zuviel verraten… aber das wird der Shit“, so seine Aussage Ende 2014.

5 interessante Fakten über Kollegah

  • Er konvertierte als 15-jähriger zum Islam
  • Sein Abitur legte er 2004 am Herzog-Johann-Gymnasium in Simmen mit 3,3 ab
  • Nach seinem Abitur arbeitete er am Frankfurter Flughafen für eine Busgesellschaft
  • Er gewann 2002 einen unter dem Motto „Komm mit in eine andere Welt: Märchen – Mythen – Sagen“ stehenden Malwettbewerb
  • Es werden regelmäßig wissenschaftliche Arbeiten über seine Sprachfertigkeit geschrieben

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