Mythos Fort Knox: Was lagert dort wirklich?

Fort-Knox-Mythos

Als Lagerort des Staatsschatzes der USA gilt Fort Knox als eines der sichersten Gebäude der Welt und zugleich als das wohl bestgehütetste Geheimnis der Vereinigten Staaten von Amerika. Seit 1937 wird dort ein großer Teil der Goldreserven gelagert, wobei kaum jemand weiß, wie viel dort wirklich lagert und ob diese Aussagen überhaupt der Realität entsprechen.

Nur auf Anordnung des Präsidenten kann die Schatzkammer geöffnet werden. Seit 1953 wurde ihr Inhalt trotz zahlreicher Anträge seitens der Regierungsmitglieder nicht mehr überprüft. Im Falle eines Angriffes ist eine 10.000 Soldaten-starke Millitäreinheit rund um die Uhr einsatzbereit.


Das Hochsicherheitslager Fort Knox

Bekannt ist Fort Know vor allem aus dem Film „James Bond – Goldfinger“, wobei der Glaube vieler Menschen, der Film sei dort gedreht worden, nicht der Wahrheit entspricht. Fort Knox ist so streng geheim, dass nur wenige Informationen über das Innenleben bekannt ist. Das Gebäude ist von vier Zäunen und einem 90 Meter breiten Sicherheitsstreifen voller Tretminen, Stolperdräte und Selbstsschussanlagen umgeben. Das gesamte Areal wird von Sicherheitsleuten bewacht.

Die Fenster sind Attrapen aus Stahlplatten. Hinter den Büros im Erdgeschoss befindet sich der Fahrstuhl, mit dem man zur Schatzkammer gelangt, die durch eine 53 cm dicke Tresortür geschützt ist und nur von mehreren Beamten gleichzeitig geöffnet werden. Die Goldreserven befinden sich in verschiedenen Kammern, die bis zur Decke gefüllt sind. Löst ein unbefugter Zutritt das Sicherheitssystem aus, strömt automatisch Reizgas aus. Gerüchten zufolge soll die Kammer sogar geflutet werden können.

Doch Fort Knox soll nicht nur als Goldlager dienen. Gerüchten zufolge soll es dort noch weitere Dinge geben, die weitaus wertvoller als Gold und Edelsteine sind. Für den Kriegsfall nutzen Militär und Regierung das Gebäude auch als Lager für Chemikalien und Medikamente. Einem Bericht aus dem Jahr 1993 zufolge lagern in Fort Knox 30 Tonnen Opium und Morphium.

Goldreserven im Fort Knox

Um Fort Knox gibt es zahlreiche wilde Verschwörungstheorien. Befindet sich dort überhaupt noch das Gold ? Wurde dort überhaupt jemals Gold gelagert ? Zwar wurde am 23. September 1974 einer Abordnung von Politikern und Journalisten eine halbstündige Führung durch das Gebäude gewährt, jedoch wurde die lediglich die letzte Zelle, Nummer 13, geöffnet, alle anderen blieben verschlossen. Die Zellen sind mit einem Siegel ausgestattet, welches das letzte Zutrittsdatum aufzeigt und bei der kleinsten Bewegung zerbricht. Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode. Ist dies der Fall, so wird das gesamte Gebäude abgeriegelt und geprüft, ob etwas fehlt. Damals fragte sich niemand, warum es nur bei der einen Kammer blieb. Die Menschen durften die Barren anfassen und bestaunen. Für manche war jedoch nicht alles Gold, was glänzte. Schnell ging das Gerücht um, es sei nicht alles echt.

Ein Foto zeigt eine Waage, auf der ein Goldbarren liegt. Der Zeiger befindet sich auf 10 Kilogramm, was den Vorschriften von 12,5 Kilogramm widerspricht. Das Finanzministerium rechtfertige es mit der Aussage, dass die Waage ungenau sei, wobei man bei genauerem hinsehen erkennen kann, dass es sich um eine normale Postwaage handelt. Überschlägt man die ungefähre Anzahl der Goldbarren in der Kammer, so kommt man auf rund 1 Millionen Unzen. Laut Aussage des Finanzministeriums lagern in Fort Knox allerdings 150 Millionen Unzen Gold. Anstatt der vorhandenen 13 Kammern bräuchte man also 150 Kammern. Existiert also eine weitere, geheime Schatzkammer in einem extremen Ausmaß ? Spekulationen über Spekulationen. Eine wirkliche Antwort kann wohl nur die Regierung liefen, die sich allerdings seit jeher in Schweigen hüllt.

Verwendete Medien:Fort Knox von Alberto Cabello unter CC BY 2.0

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