Spielbank Monte-Carlo – Exklusivität und Geschichte

Spielbank Monte-Carlo
Monaco, Monte-Carlo, Casino von Berthold Werner

Zwar wurde die Spielbank in Monte-Carlo bereits 1854 in Monaco eröffnet, aber der Anfang einer der berühmtesten und luxuriösesten Spielbanken der Welt war alles andere als erfolgreich. Die Bilanz des 5. Geschäftsjahres wies einen Verlust in Höhe von 1 Million Franc aus. Nichtsdestotrotz blieb der damalige regierende Fürst von Monaco seinem Vorhaben treu, mit Hilfe einer Spielbank in Monte Carlo eine neue Einnahmequelle zu erschließen. Es wurde aber trotz dieser desaströsen Ergebnisse, die sich unter der Leitung weiterer Lizenznehmer fortsetzten, ein Neubau für das Casino auf den Spelugues errichtet und am 18. Februar 1863 feierlich eingeweiht.

Unter der Leitung von François Blanc lief bereits in Deutschland das sehr erfolgreiche Casino in Bad Homburg. Die Lizenz für das Casino in Monte-Carlo wurde nun Herrn Blanc angeboten. Er übernahm und gründete die Société des Bains de Mer et du Cercle des Étrangers à Monaco (SBM). Die Gesellschaft betreibt auch heute noch das Casinos. Die Geschichte des Casinos und der SBM ist sehr wechselvoll. In den Zeiten der beiden Weltkriege war natürlich auch die Situation der Spielbank entsprechend schwierig.


Nach dem Ende des 1. Weltkrieges stand es wieder schlecht um die Spielbank und der griechische Waffenhändler Zaharoff kaufte sich zunächst mit Hilfe von Strohmännern in die Aktiengesellschaft ein, verlor aber später wieder sein Interesse. Die von ihm erworbenen Anteile verkaufte er mit hohem Gewinn an das Bankhaus Dreyfus & Company in Paris.

Während des 2. Weltkrieges war das Casino in Monte-Carlo durchgehend geöffnet. Hier traf sich alles, was Lust am Spiel mit dem Geld hatte, gleich welcher Nationalität oder politischer Couleur. Musste das Casino in den ersten Kriegsjahren noch Verluste ausweisen, wies die Bilanz am Ende des 2. Weltkrieges einen Gewinn von 106 Millionen Franc aus.

Bis in die 60er Jahre verlief es ruhiger. Der griechische Reeder Onassis war auf die Spielbank aufmerksam geworden. Auch er kaufte sich mittels Strohmänner in das Casino ein. Er erwarb heimlich die Kontrolle über die SBM und damit zusätzlich zum Casino auch über die der Gesellschaft gehörenden Hotels. Allerdings verhalf Onassis dem Unternehmen mit seinen Investitionen zu einem Wiederaufstieg. Onassis und der damalige regierende Fürst Rainier und dessen Frau Gracia Patricia hatten zunächst eine freundliche Beziehung. Allerdings kam es dann doch zu einem Bruch. Es wurde sogar in den Medien darüber berichtet, der Fürst solle dem Reeder mit der Enteignung seiner Vermögenswerte im Fürstentum gedroht haben. Jedenfalls zog sich Onassis kurz darauf von seinen Geschäften im Fürstentum zurück.

In den folgenden Jahrzehnten war es geschäftlich nicht mehr gut um die SMB und das Casino bestellt. Es wurden immer höhere Verluste bilanziert. 2014 wurde ein Verlust von knapp 12 Millionen Euro genannt.

Wechselvolle Geschichte eines stilvollen Casinos – ein Hochgenuss mit exklusivem Ambiente für jeden Spieler

Diese Spielbank, ganz im Stile der Belle Epoque, gehört zu den exklusivsten Casinos der Welt. Das Ambiente ist sehr elegant und es ist nicht denkbar, das Gebäude in Kleidung zu betreten, die nicht dem Dresscode entspricht. Von 9 bis 12.30 Uhr kann das Casino täglich besichtigt werden, Spiele sind jedoch nicht möglich. Erst ab 14 Uhr öffnet das Atrium mit dem Spielautomatenbetrieb und einige ausgewählte Tische. Am Abend ist es Herren selbst in Privaträumen des Casinos nicht gestattet, zum Spiel ohne Jackett zu erscheinen. Auch Sportschuhe werden nicht zugelassen und eine elegante Kleidung ist unbedingt empfehlenswert, um nicht beim Betreten des Hauses abgewiesen zu werden. Zwar ist es möglich noch bis zum Nachmittag in Sportkleidung das Casino zu betreten, aber ab 17 Uhr gilt der strenge Dresscode. Das bedeutet, Shorts und Flipflops sind nicht ­erlaubt. Und uniformierte Soldaten sowie Geistliche in ihren Gewändern haben ebenfalls keinen Zutritt.

In den eleganten Privés werden die Klassiker, an den Spielautomaten der moderne Spielgenuss angeboten

Hier wird die ganze Bandbreite von Spielen angeboten, wie es in einem Casino dieses Rufs zu erwarten ist. Wer Tischspiele bevorzugt, kann zwischen dem Salon Europe 30/40, den Salons Privés, Salles des Amériques und Les Supers Privés wählen. Für den Salon Europe 30/40 mit dem Europäischen und Englischen Roulette sowie dem Punto Banco steht das Casino täglich ab 14 Uhr bereit. Die Salons Privés mit dem Europäischen Roulette, dem Chemin de Fer, Black Jack und Punto Banco ist das Casino an jedem Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen ab 14 Uhr geöffnet.

Zum Banque à Deux Tableaux wird ab 17 Uhr eingeladen, 30/40 findet dann ab 22 Uhr statt. Für den Salle des Amériques, in dem Black Jack, Craps und Amerikanisches Roulette angeboten wird, stehen die Türen täglich ab 14 Uhr offen. Der Bereich Les Supers Privé steht nur auf Anfrage zur Verfügung. Wer es lieber bequem von zu Hause möchte kann natürlich auch Online Roulette spielen.

Im Atrium und im Salle Blanche des Casino Monte-Carlo stehen täglich ab 14 Uhr Spielautomaten bereit. Selbstverständlich gilt auch hier das Mindestalter von 18 Jahren für alle Spieler und Spielerinnen. Der Eintrittspreis pro Person beträgt 10 Euro, für die Privaträume zusätzlich noch einmal 10 Euro.

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